TEIDE
Der nationale Park von Teide
Der Pico del Teide ist mit 3.718 Metern die höchste Erhebung auf der Kanarischen Insel Teneriffa und damit höchster Berg auf spanischem Staatsgebiet. Der Teide ist der dritthöchste Inselvulkan der Erde. Er gehört zum Gemeindegebiet von La Orotava. Ein großer Teil der Bergregion bildet einen der dreizehn spanischen Nationalparks.Sein Name, „El Teide“, ist die hispanisierte Form des Guanchen-Begriffes „Echeyde“. Er bezeichnet die Wohnung des bösen Dämonen Guayota, welcher, der Legende nach, den Sonnengott Magec eingefangen hatte und im Echeyde gefangen hielt. Die Dunkelheit erschreckte die Guanchen zutiefst und sie baten ihren obersten Gott, Achamán, um Hilfe. Dieser verjagte Guayota, befreite den Sonnengott Magec und verschloss die obere Öffnung des Echeyde mit einem Stopfen, dem sogenannten „Pan de Azúcar“ (Zuckerbrot) oder „Pitón“ (Zuckerhut).
Der Teide ist ein Vulkan. Seine Hänge sind kaum bewachsen. Er erhebt sich aus einer riesigen Caldera mit 17 Kilometer Durchmesser. Nach bisherigen Vorstellungen entstand sie vor 170.000 Jahren aus einem älteren Vulkan, dessen leergepustete Magmakammer in sich zusammenbrach. Heute nimmt man jedoch an, dass die Caldera aus einem Hangrutsch in Richtung Orotava entstand. Die Archäologen vermuten, dass das unterseeische Plateau im Norden Teneriffes das abgerutschte Material dieses gigantischen Abrutsches ist. Der letzte Ausbruch ereignete sich 1798 mit den Narices del Teide, die Teil des Nachbarvulkans Pico Viejo (3.134 m) sind und westlich des eigentlichen Pico del Teide liegen.
Den Teide selbst kann man nicht als einen Vulkan, der aus einem Guss entstanden ist, ansehen. Der Komplex Teide-Pico Viejo ist ein Schichtvulkan, der sich durch die Anhäufung von Material aufeinanderfolgender Eruptionen bildete. Der 200 Meter hohe Teidegipfel El Pitón entstand ebenfalls aus einem älteren Krater. Obwohl auf der Insel ganzjährig milde Temperaturen herrschen, liegt im Winter auf dem Gipfel Schnee.
Im Jahre 1954 wurde der Teide und die ihn umschließende Caldera „Las Cañadas“ als Nationalpark ausgewiesen. Seit Ende der neunziger Jahre wird die Einhaltung des Naturschutzes durch den stark angestiegenen Tourismus verschärft durch die permanente Anwesenheit von Wildhütern kontrolliert. Ein Wandern außerhalb der vorgegebenen Wege wird in keiner Weise toleriert.

Man kann den Teide über einen gut beschilderten Weg besteigen. Für die Besteigung braucht man keinerlei alpine Erfahrung. Alternativ kann man auch die Seilbahn (Teleférico del Teide) benutzen, um nach oben zu kommen. Die Seilbahnauffahrt dauert ca. 8 Minuten (22 Euro pro Person, Juni 2006) und endet ca. 150 Höhenmeter unterhalb der Bergspitze. Da bei starken Winden der Betrieb kurzfristig eingestellt wird, ist es sinnvoll, die Wettervorhersage zu beachten. Von der Bergstation aus kann man ein Netz an Wanderwegen nutzen.
Eine Besteigungserlaubnis, die für die letzten 150 Höhenmeter erforderlich ist, erhält man ausschließlich und kostenlos im Büro der Nationalparkverwaltung in Santa Cruz de Tenerife, und zwar Montags bis Freitags bis 14 Uhr. Die Besteigungserlaubnis wird in der Regel ohne Einschränkung gegen Vorlage einer Kopie des Ausweises erteilt.
Einzige Ausnahme: Sollte sich der Schnee am Gipfel meterhoch türmen, wird aus Sicherheitsgründen der Gipfelweg gesperrt und bis auf weiteres keine Besteigungserlaubnis erteilt. (So beispielsweise geschehen im März 2005 sowie Feb./März 2006.).
Einzige Ausnahme: Sollte sich der Schnee am Gipfel meterhoch türmen, wird aus Sicherheitsgründen der Gipfelweg gesperrt und bis auf weiteres keine Besteigungserlaubnis erteilt. (So beispielsweise geschehen im März 2005 sowie Feb./März 2006.).

